Ein Jahr NODE Robotics

CEO Stefan Dörr im Interview über ein Jahr NODE Robotics

Ende 2020 hast du mit Kai, Jannik & Lukas NODE gegründet. Nun ist das erste Jahr so gut wie geschafft. Wie bewertest du die Zeit seit der Gründung?

Wir hatten es zwar in gewisser Weise erwartet, aber am Ende war es trotzdem eine neue Erfahrung für uns und natürlich eine wilde Achterbahnfahrt. Wichtige Meilensteine, die direkt nach Gründung anstanden, dazu der Einstieg des ersten Investors mit dem FTTF, der Abschluss des IP-Lizenzvertrags mit der Fraunhofer Gesellschaft sowie der weitere Aufbau des Teams und die Rekrutierung neuer Mitarbeiter. Insgesamt sind wir sehr sehr zufrieden mit der Entwicklung und maximal bestätigt, in dem was wir tun.

Was macht dir dabei am meisten Spaß? 

Mir gefällt, mit unserem jungen und maximal motivierten Team an unserer Vision und unseren Produkten zu arbeiten. Dabei genieße ich vor allem die Geschwindigkeit, die wir hier an vielen Stellen in der Lage sind, an den Tag zu legen. Von der Diskussion und Entscheidung über neue Projekte und Ideen, bis hin zur deren Umsetzung geht es meist ohne lästige Verzögerungen und Warten auf Freigaben. 

Wie sieht deine Arbeitswoche als Gründer und CEO aus?

Als noch junges Startup bin ich als CEO weiterhin in einer Bandbreite an Themen involviert. Das geht von Investorengespräche über Vertriebsaktivitäten, Auftritte auf Messen & Konferenzen bis hin zu tief technischen Diskussionen mit dem Team. Entsprechend sehen meine Tage aus. Bunt gemischt und wechselnd zwischen Terminen im Außenraum, in der ARENA2036, wo unser Tech-Demonstrator steht, in unserem Büro in Leinfelden sowie im Home-Office. 

 

Wie sieht euer Team mittlerweile aus?

Wir haben inzwischen 9 Mitarbeiter die Vollzeit für NODE arbeiten, darüber hinaus noch ca. 20 in Teilzeit bzw. Studierende. Wir setzen hierbei innerhalb des Unternehmens auf mehrere sich selbst-organisierende, agile Teams für die verschiedenen Themenbereiche und flachen Hierarchien. 

Gruppenbild der NODE Gründer
v.l.n.r.: Lukas Teichmann, Kai Pfeiffer, Jannik Abbenseth, Stefan Dörr

Was sind aktuell die größten Herausforderungen? 

Wie jedes Startup kämpfen wir mit der Herausforderung, die eher begrenzten Ressourcen und Kapazitäten auf die vielfältigen Aufgabenstellungen zu verteilen und dabei die für uns Relevantesten zu priorisieren sowie die weniger Wichtigen abzusagen. 

Würdest du rückblickend etwas anders machen? 

Da gäbe es vieles zu nennen. Wir haben hier als Team eine steile Lernkurve hinlegen müssen, da wir viele Dinge zum ersten Mal gemacht haben. Wichtig ist hier vor allem die Mentalität periodisch die Ergebnisse zu reflektieren, im Team zu diskutieren und die richtigen Verbesserungsmaßnahmen daraus abzuleiten. Dies machen wir im Bereich der Softwareentwicklung schon lange, nun galt es diese Einstellung auch auf andere Bereiche anzuwenden. 

Wo solls hingehen – wo siehst du NODE im nächsten Jahr? Was sind die weiteren Steps, die anstehen? 

Wir befinden uns derzeit im Seed-Fundraising, welches wir bis Ende des Jahres abgeschlossen haben wollen. Die Finanzierung werden wir vorwiegend dafür nutzen, um unser Team weiter aufzubauen und damit noch intensiver an unserer Produkt-Roadmap zu arbeiten. Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter wird dabei die erste Aufgabe im neuen Jahr sein. Anschließend stehen dann die ersten Produktreleases im Bereich unserer NODE.MESH und NODE.SRVS, also im Bereich der Vernetzung von AMR-Flotten sowie Flottenmanagement und -Koordination.

Wie wollt ihr weiter vorgehen, um den Bekanntheitsgrad zu steigern?

Unser Leuchtturmprojekt mit BMW mit dessen Smart Transport Robot hat für uns heute schon eine sehr große Stahlkraft. Dazu haben hier derzeit einige weitere Projekte in der Pipeline. Unser Marketing-Team macht außerdem einen super Job unsere Präsenz auf Social Media zu erhöhen. Darüber hinaus haben unsere Auftritte auf mehreren Konferenzen und Messen aber auch wieder gezeigt, wie wichtig es ist, persönlich vor Ort zu sein und Gespräche zu führen. 

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